Nachhaltige Führung

Ständig hören wir, wie wichtig die Nachhaltigkeit bei Energiegewinnung, Umweltschutz, politischen Entscheidungen aber auch bei Produkteinkauf und -erzeugung ist. Dabei kann es gar nicht oft genug erwähnt werden, denn es geht dabei stets um wichtige Ressourcen, die in jüngster Zeit immer knapper werden.

Warum spricht aber niemand von der menschlichen Ressource? Auch hier ist zu beobachten, dass in den letzten Jahren mit der menschlichen Arbeitskraft sehr leichtfertig umgegangen wird. Die Wirtschaftswelt ist globaler, vernetzter und wesentlich komplexer als noch vor 10 Jahren. Dementsprechend anspruchsvoller werden auch die Tätigkeiten. Aber nicht nur die Komplexität ist ein alarmierender Faktor, auch die begleitenden Rahmenbedingungen, wie Geschwindigkeit oder das Verschmelzen von Arbeits- und Freizeit.

Das Ganze ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits begrüßt man die steigende Arbeits-Flexibilität hinsichtlich Raum und Zeit – man kann grundsätzlich arbeiten wo und wann man will. Andererseits eröffnet diese Möglichkeit für Unternehmen eine erweiterte Ressourcenquelle. Man stattet die Mitarbeiter einfach mit ein paar Gadgets aus – Notebook, Tablet und Smartphone, gewährt ihnen die Möglichkeit von Home-Office, und schon kann man ihnen mehr Aufgaben zuschanzen.

Das kann es natürlich nicht sein!

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Social Media – Quo vadis?

Jede Woche werden neue Studien veröffentlicht die uns prognostizieren, dass die Digitalisierung und Automatisierung weiter fortschreitet und die Social Media immer wichtiger werden. Dazu kommen die nicht minder häufigen Berichte über die neuen Generationen, die immer mehr auf den Arbeitsmarkt drängen und die sich in dieser modernen Arbeitswelt zu Hause fühlen.

Wenn man das liest und die Zeichen der Zeit bisher erfolgreich ignoriert hat, kann man schon ins Grübeln kommen und sich die Frage stellen: Vielleicht wäre es doch nicht schlecht,  sich mit dem Thema zu beschäftigen?

Dann lässt man sich schnell einmal zu einer Spontanaktion hinreißen und so wird einfach irgendetwas umgesetzt – Hauptsache es trägt das Label „Social Media“. Zumeist wählt man zum Einstieg entweder ein eher kostengünstiges oder ein sehr bekanntes Tool und meint, nun damit „im Spiel“ zu sein.

Aber auch Firmen die schon früher auf das Thema aufgesprungen sind, und teilweise viel Geld und Mühen in diverse Plattformen und Aktivitäten gesteckt haben, wundern sich nach einiger Zeit über den geringen Effekt der Initiativen.

In beiden Fällen fehlt es an etwas entscheidenden – der Strategie!

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Employee Assistance Service, ein guter Beitrag zur gelebten Unternehmenskultur

Ein Impuls von Beate Danczul

Der Gehalt ist schon lange nicht mehr alles!

Junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer prüfen einen zukünftigen Arbeitgeber ausführlich darauf, was ihnen am neuen Arbeitsplatz noch geboten wird. Unter anderem suchen immer mehr Menschen   eine wertschätzende und authentische Unternehmenskultur.  Eine solche liegt dann vor, wenn die nach außen kommunizierten Werte auch authentisch im Innen gelebt werden,- und zwar von allen Beteiligten!

Edgar H.Schein* spricht vom 3 Ebenen Modell:
An der Oberfläche liegen die sichtbaren Verhaltensweisen  in Unternehmen. Ein Beispiel dafür ist u.a. das Leitbild, ein Logo und das Kommunikationsverhalten von MitarbeiterInnen.  Die darunterliegende Ebene besteht aus Gefühlen wie Ehrlichkeit und Freundlichkeit aber auch z. B. einer konservativen Einstellung der Teammitglieder, die deren Verhalten dann bestimmt.  Auf der tiefsten Ebene sitzen die Dinge, die von MitarbeiterInnen  als selbstverständlich angenommen werden. Sie sind ausschlaggebend für die Art und Weise, wie man auf die Umwelt reagiert und so tief im Denken verwurzelt, dass sie von Mitgliedern der Organisation nicht bewusst wahrgenommen werden.

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JA! – zu Ecken und Kanten!

Employer Branding, am besten noch mit Arbeitgeberpositionierung übersetzt, wird meistens mit der Vermarktung nach außen in Verbindung gebracht. Der Begriff wird als Strategie verstanden, sich mit Argumenten die mehr oder wenig stimmen, möglichst gut am Arbeitsmarkt zu verkaufen. In dieser Wahrnehmung gibt es gleich zwei Fehlinterpretationen.

Erstens, dass sogenannte „Externe Employer Branding“ ist nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten und Benefits die sich durch eine Arbeitgeberpositionierung ergeben. Außerdem geht es nicht darum sich möglichst gut, sondern möglichst authentisch darzustellen, womit wir schon beim zweiten Irrtum wären.

Der Begriff „Branding“ ist offensichtlich so stark geprägt, dass das „branden“ als die wichtige Hauptaktivität gesehen wird. Aus diesem Grund würde ich in Folge gerne nur noch von Arbeitgeberpositionierung sprechen. Denn hier wird klarer um was es wirklich geht – eine authentische Darstellung eines Arbeitgebers.

Bevor man also an Recruiting überhaupt denken darf, sollte man sich sicher sein, dass man das eigene Unternehmen und dessen Werthaltungen auch wirklich kennt. Natürlich glauben das auch viele Entscheidungsträge. Aber wie lautet schon der alte Kinderspruch: Glauben heißt nichts wissen. Will man sich der Frage also wirklich stellen, muss man auch die Belegschaft in Form von Befragungen oder Fokusgruppen hinzuziehen. An dieser Stelle gibt es dann oft den ersten Aha-Effekt, wenn die Dinge dann doch nicht so „perfekt“ sind, wie man ursprünglich angenommen hat.

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Social Media – ein Kinderspiel! Oder doch nicht?

Ist heutzutage eine Welt ohne Social Media noch vorstellbar?

Natürlich müsste es auch ohne gehen, aber es würde vielen verdammt schwer fallen. Speziell die jüngeren Generationen die mit diesen Medien aufgewachsen sind und für die, die Verwendung einfach selbstverständlich ist. Aber auch ein nicht unbeträchtlicher Anteil der älteren Generationen hat sich mittlerweile schon an so manches Medium gewöhnt, und nutzt es intensiv.

In Anbetracht dieser Tatsachen scheint es auf den ersten Blick sinnvoll, auf möglichst vielen sozialen Medien vertreten zu sein, um flächendecken zahlreiche interne wie externe Kunden anzusprechen. Ähnlich dem Motto der klassischen Werbung – je mehr Werbefläche umso größer der Effekt.

Doch das ist ein Irrtum!

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Employer Branding ist Chefsache!

„Culture eats strategy for breakfast“ – diese Aussage von Peter Drucker ist nicht nur sehr bekannt, sondern auch sehr zutreffend. Dennoch scheint diese Botschaft in den wenigsten Köpfen des Top-Managements angekommen zu sein. Gerne wird das Thema lapidarisiert und als Soft-fact abgetan, der nichts bringt. Oder man hat schon mitbekommen, dass das Thema offensichtlich omnipräsent ist, und man einfach dabei sein muss. Daher setzt man das Thema einfach irgendwie um.

Fakt ist, dass Employer Branding – richtig gemacht – ein Prozess der Kultur- und Identitätsentwicklung ist und damit auch der Organisationsentwicklung. Hat man diese Tatsache akzeptiert und verinnerlicht, ist es offensichtlich, dass so ein Prozess seinen Ausgangspunkt bei der Geschäftsführung, bzw. dem Vorstand haben muss. Das Top-Management muss sich wirklich einig sein, diesen Weg gehen zu wollen und sich auch über die Konsequenzen im Klaren sein.

Denn nicht alles was bei so einem Prozess heraus kommt, ist auf den Ersten Blick unbedingt vorteilhaft. Dennoch sind auch die weniger gut klingenden Erkenntnisse Teil der aktuellen Kultur die man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen sollte. Denn selbst wenn man sie verleugnet, sind sie unter Umständen bereits lägst Thema in den unterschiedlichsten sozialen Medien. Das Internet macht Organisationen – ob man will oder nicht – transparent.

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Die größten Missverständnisse im Bereich Employer Branding

Der Begriff Employer Branding ist omnipräsent. Unternehmer und Manager haben gelernt, dass dieser Begriff in einem engen Zusammenhang mit Mitarbeiterzufriedenheit steht und eine wichtige Rolle im sogenannte „War for Talents“ spielt, bzw. spielen wird.

Daher ist es nur logisch sich diesem Thema auch zu widmen. Allerdings passieren hier sehr viele Missverständnisse und Fehlinterpretationen, teils bewusst, teils unbewusst. Auf die häufigsten Fälle möchte ich kurz eingehen…

Employer Branding ist nicht (nur) Recruiting

Einer der häufigsten Irrtümer den man laufend begegnet ist die Annahme, dass Employer Branding eine neue Form des Recruitings ist. Mit anderen Worten wenn man keine Probleme mit der Personalsuche hat, braucht man auch kein Employer Branding.

So ist es natürlich nicht. Employer Branding bedeutet, dass sich ein Unternehmen sehr intensiv mit den gelebten Werte und der eigenen Kultur beschäftigt hat und diese auch nach außen vertritt. Ein möglicher Kanal dafür ist natürlich auch das Recruiting.

Wesentlich dabei ist jedoch, dass die Dinge die nach außen hin versprochen werden auch tatsächlich vorhanden und gelebte Kultur sind. Sich im Bewerbungsprozess besser darzustellen, als es der Realität entspricht, ohne die Dinge hinterfragt zu haben, hat nichts mit Employer Branding zu tun!

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Unternehmenskultur: Begeisterung führt zu Höchstleistungen

Ein Impuls von Adreas Fritsch

Nicht etwa Samthandschuh und Wellness-Beauftragter machen gesunde und zufriedene Mitarbeiter und führen zu geringeren Krankenständen und Fluktuation. Es ist die Hochleistungskultur, die uns zu zufriedenen und erfüllten Menschen in unserem Arbeitsumfeld macht.
Ich höre sie schon, die Schreie: schon wieder so ein Einpeitscher und Ausbeuter der unterdrückten Arbeitsseelen. Liebe Führungskräfte und Mitarbeiter: fragen Sie mal sich selbst und Ihr Umfeld, was wirklich zählt, was Freude und Spaß macht, was die eigene Entwicklung und das persönliche Wachstum fördert.

Flow Kurve

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Wie kommt das Licht ins Bild?

Ein Impuls von Harald R. Preyer

Gute Bilder, ansprechende Photos, die etwas bei uns als Betrachter auslösen, sind meist in ein besonderes Licht getaucht. Dieses Licht ist einfach da. Es fällt uns meist gar nicht gesondert auf. Es macht das Bild zu einer besonderen Quelle von Inspiration.Wir wollen es aufmerksam betrachten, ja manchmal hinein versinken.

Attraktive Organisationen strahlen eine Anziehungskraft aus, die wir auch nicht unmittelbar zuordnen können. Sie ist nur einfach da und fasziniert uns. Dort wollen wir Kunde sein. Dort wollen wir gerne mitarbeiten. Dieses Unternehmen empfehlen wir gerne weiter.

Im alten Paradigma von Organisationen hat es genügt, die Attraktivität in einfachen messbaren Kenngrößen zu beschreiben und zu steigern. Dazu zählen Qualität, Umsatz, Ertrag, Gewinn, Marktanteil, vielleicht noch Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Das war für uns Führungskräfte messbar, kontrollierbar, steuerbar.

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Über Verhaltensanker zur Arbeitgeberpositionierung

Im Idealfall hat sich ein Unternehmen wirklich mit seinen gelebten Werten und Anforderungen auseinander gesetzt und diese in einer Arbeitgeberpositionierung zusammengefasst. Dabei wurden nicht nur die sozial erwünschten Merkmale verwendet, sondern auch jene die die Ecken und Kanten eines Unternehmens aufzeigen. Letzteres sind sehr oft jene Merkmale die entscheidend sein können ob es zu einem Cultural Fit (Übereinstimmung zwischen Unternehmenskultur und Wertekonstrukt eines Mitarbeiters) kommt.

Natürlich will jedes Unternehmen wie der Klassen-Primus dastehen, um die besten Bewerber am Markt für sich zu gewinnen. Daher werden Werte die gut klingen und die man auch glaubt zu besitzen, für sich beansprucht. Man möchte zum Beispiel Mitarbeiter die selbständig denken und handeln. Was aber läuft schief gelaufen wenn ein neuer Mitarbeiter kommt, genau dies Kompetenzen mitbringt und tatsächlich eigene Entscheidungen trifft, aber sofort abgemahnt wird?

Hat das Unternehmen etwa etwas Falsches versprochen, oder hat der Bewerber im Recruiting-Prozess etwas falsch verstanden. Beides ist möglich!

Es beginnt damit, dass die Kompetenz „Selbständigkeit“, wie auch alle anderen Fähigkeiten und Fertigkeiten ein sehr weites Definitionsfeld besitzen. Einerseits kann es bedeuten, dass jemand komplett autark, ohne Weisung und Vorgabe arbeiten kann. Andererseits kann es aber auch bedeuten, dass das Betätigungsfeld vorab genau abgesteckt wird, in dem man dann, wenn auch sehr eingeschränkt, selbständig agieren kann.

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