Der Mitarbeiter ist König!

Wie heißt es so schön in den Leitsätzen vieler Unternehmen…. Bei uns dreht sich alles um den Kunden!

Aber ist das noch zeitgemäß?
Ist das der höchste Qualitätsanspruch den man haben kann?
Ist das die Strategie durch die man sich vom Mitbewerbe abheben kann?

Ich sage nein!
Es ist eine überholte, nicht mehr zeitgemäße Einstellung die man gründlich überdenken sollte. Aber wer steht denn dann im Mittelpunkt?

Natürlich der Mitarbeiter!

Warum?!
Die Mitarbeiter sind zumeist diejenigen die in irgendeiner Form mit dem Kunden interagieren. Im Idealfall versuchen diese, die Wünsche der Kunden bestmöglich zu erfüllen. Wie hoch ist jedoch die Motivation wenn man sich im Job nicht richtig wohl fühlt? Wenn es Dinge gibt die einen belasten, wie zum Beispiel eine unausgeglichene Work-Life-Balance, Probleme mit der Führungskraft die einem keine Möglichkeit gibt sich zu entwickeln oder diverse andere Dinge.

Falls so eine Situation vorliegt, ist man auf gar keinen Fall mit dem ganzen Kopf bei seinen Aufgaben. Man setzt nur die notwendigste Energie ein um den Job einfach abzuwickeln, hat aber keine Bestrebungen mehr zu investieren als notwendig. Schließlich hat man ja genug eigene Probleme um die man sich kümmern muss, für die sich das Unternehmen ja auch nicht interessiert.

Zugegeben, eine drastische Schwarzmalerei, es muss ja nicht gleich so vehement kommen. Dennoch zeigen viele Engagement-Studien, dass sich ein Großteil der Mitarbeiter, aus welchem Grund auch immer, mit dem Unternehmen nicht richtig verbunden fühlt. Das Arbeitsverhältnis wird bestenfalls als Zweckgemeinschaft gesehen.

Anders bei Unternehmen die sich komplett auf die Mitarbeiter ausrichten. Ihr Credo ist es – geht es den Mitarbeitern gut dann geht es auch den Kunden gut! Und damit liegen diese Unternehmen goldrichtig. Unzählige Studien belegen eine hohe Korrelation zwischen Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit.

Hat der Mitarbeiter wirklich den hohen Stellenwert im Unternehmen, dann ergeben sich viele Dinge automatisch. Die Kommunikations- und Feedback-Kultur ist wesentlich stärker ausgeprägt. Dadurch „kennen“ die Führungskräfte ihre Mitarbeiter besser und setzten diese entsprechend Ihrer Talente ein – die Arbeit macht wieder Spaß! Die Belegschaft ist auch deutlich besser informiert über die Unternehmensziele und Visionen und kennt auch ihren persönlichen Beitrag dazu. Dies wiederum führt zu einer höheren Verbundenheit und stärkt das „WIR“-Gefühl.

Die Innovationen in der Arbeitswelt bestimmen nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern führen auch zu immer schnelleren Veränderungen und Herausforderungen. Dies erfordert laufende Anpassungen der Workflows und teilweise der Arbeitsumgebung generell. Speziell die Gestaltung des Arbeitsplatzes sollte den Mitarbeiter bei seiner Tätigkeit bestmöglich unterstützen. Ganz besonders im Bereich zeitliche und örtliche Flexibilität wird sich in den nächsten Jahren noch wesentlich mehr tun.

Die Technik – Notebook, Tablet, Smartphone – liefert die notwendigen Voraussetzungen und die Mitarbeiter haben die Möglichkeit ihre Aufgaben zeit- und ortsunabhängig zu erledigen. Dies wiederum führt zu einer verbesserten Work-Life-Balance, sofern diese Techniken nicht falsch oder missbräuchlich eingesetzt werden. Denn Mitarbeiter sollen dadurch nicht mehr arbeiten, sondern die Möglichkeit haben sich die Arbeit besser einzuteilen. Das Ganze funktioniert natürlich nur wenn es auch hier ganz klare Spielregeln gibt, zu denen sich sowohl Mitarbeiter als auch Führungskraft verpflichten.

Es gibt viele Möglichkeiten wo Unternehmen bei ihrer Belegschaft ansetzen können um ein möglichst optimales Arbeitsumfeld zu schaffen. Dabei ist es wichtig genau hinzuhören und zu schauen was die Mitarbeiter eigentlich brauchen und welche Bedürfnisse sie haben. An dieser grundlegenden Einstellung mangelt es leider noch sehr häufig. Leider hört man noch viel zu oft die Denkweise, dass Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitsumfeldes nicht notwendig seien, weil man ja kein Wellness-Institut sei – man sei hier um zu Arbeiten.

Mit dieser Einstellung wird man die besten Köpfe eines zukünftigen Arbeitsmarktes sicher nicht gewinnen können. Ein Umdenken ist notwendig!

Der Mitarbeiter muss im Zentrum des Unternehmensinteresses stehen!

Beste Grüße,
Jürgen Pfeiler

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