Social Media – Quo vadis?

Jede Woche werden neue Studien veröffentlicht die uns prognostizieren, dass die Digitalisierung und Automatisierung weiter fortschreitet und die Social Media immer wichtiger werden. Dazu kommen die nicht minder häufigen Berichte über die neuen Generationen, die immer mehr auf den Arbeitsmarkt drängen und die sich in dieser modernen Arbeitswelt zu Hause fühlen.

Wenn man das liest und die Zeichen der Zeit bisher erfolgreich ignoriert hat, kann man schon ins Grübeln kommen und sich die Frage stellen: Vielleicht wäre es doch nicht schlecht,  sich mit dem Thema zu beschäftigen?

Dann lässt man sich schnell einmal zu einer Spontanaktion hinreißen und so wird einfach irgendetwas umgesetzt – Hauptsache es trägt das Label „Social Media“. Zumeist wählt man zum Einstieg entweder ein eher kostengünstiges oder ein sehr bekanntes Tool und meint, nun damit „im Spiel“ zu sein.

Aber auch Firmen die schon früher auf das Thema aufgesprungen sind, und teilweise viel Geld und Mühen in diverse Plattformen und Aktivitäten gesteckt haben, wundern sich nach einiger Zeit über den geringen Effekt der Initiativen.

In beiden Fällen fehlt es an etwas entscheidenden – der Strategie!


Dabei gilt es vorab zwei grundlegende Fragen zu klären. Welches Ziel verfolge ich mit meiner Social Media Strategie und wer oder was ist meine Zielgruppe? Bevor diese beiden Punkte nicht ganz klar definiert sind, sollte man keine großangelegten  Social Media Aktivitäten in Angriff nehmen.

Denn erst durch die Zielformulierung und die Zielgruppe lässt sich bestimmen welches Medium, welche Ausrichtung (intern/extern), welche Inhalte und welche Intensität notwendig ist.

Sehr populär sind natürlich Social Media Plattformen die eine starke Außenwirkung haben. Bei über 3,4 Millionen facebook-Accounts und 4,8 Millionen youtube-Accounts in Österreich (Stand Ende 2015) scheint es auf den ersten Blick klar zu sein, für welche Plattformen man sich entscheiden sollte. Obwohl die Zahlen für sich sprechen, können diese beiden Plattformen trotzdem die komplett falsche Wahl sein. Nicht nur, dass das eigentliche Ziel und die Klientel nicht erreicht werden, setzt man sich auch der Gefahr aus, das Unternehmen in der Digitalen Welt unvorteilhaft zu positionieren. Das kann aus unterschiedlichste Gründe passieren: unpassende/unprofessionelle Inhalte, unzureichende Wartung, Unstimmigkeiten zwischen realer und digitaler Welt sowie Kontrollverlust über die Selbstdarstellung.

Aber es muss gar nicht immer eine der großen Plattformen sein. Denn auch die externe Ausrichtung ist oft nicht der richtige Weg. Selbst wenn man schon etwas spät dran ist, um auf den „Social Media“-Zug aufzuspringen, bringt es nichts die Aktivität über das Knie zu brechen. Eine solide und strukturierte Planung der Strategie durch die relevanten Abteilungen (Personal, Marketing und Kommunikation) ist die Basis für einen funktionierenden Social Media Auftritt.

Was dabei aber niemals vergessen werden darf, ist die gelebte Unternehmenskultur. Die formellen und informellen Verhaltensweisen und Kodizes sollten sich in der Verwendung der Social Medias wiederfinden. Eine authentische Darstellung des Unternehmens, kann über Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne entscheiden. Die virtuelle Welt sollte kein „Luftschloss“ sein, sondern eine möglichst identische Interpretation der realen Welt. Es macht einfach keinen Sinn etwas über diverse Plattformen schönreden zu wollen. Denn genau diese oder ähnliche Plattformen sorgen auch gleichzeitig für schonungslose Transparenz und würden eine Diskrepanz aufzeigen und anprangern.

Checkliste für Social Media Strategie:

  • Hinterfragen der gelebten Unternehmenskultur – welche Sozialen Plattformen passen zur Kultur und welche gar nicht?
  • Formulierung einer klaren Zieldefinition: Was möchte ich mit der Social Media Strategie erreichen?
  • Genaue Definition und Abgrenzung der Zielgruppe
  • Analyse der möglichen Tools/Plattformen, die nach dem Check der ersten drei Punkte übrig geblieben sind
  • Prüfung der zur Verfügung stehenden Ressourcen (Geld, Zeit, Headcount)
  • Definition von Messkriterien: Woran merkt man nach der Umsetzung, dass die Aktivität erfolgreich ist?

 

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