Employee Assistance Service, ein guter Beitrag zur gelebten Unternehmenskultur

Ein Impuls von Beate Danczul

Der Gehalt ist schon lange nicht mehr alles!

Junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer prüfen einen zukünftigen Arbeitgeber ausführlich darauf, was ihnen am neuen Arbeitsplatz noch geboten wird. Unter anderem suchen immer mehr Menschen   eine wertschätzende und authentische Unternehmenskultur.  Eine solche liegt dann vor, wenn die nach außen kommunizierten Werte auch authentisch im Innen gelebt werden,- und zwar von allen Beteiligten!

Edgar H.Schein* spricht vom 3 Ebenen Modell:
An der Oberfläche liegen die sichtbaren Verhaltensweisen  in Unternehmen. Ein Beispiel dafür ist u.a. das Leitbild, ein Logo und das Kommunikationsverhalten von MitarbeiterInnen.  Die darunterliegende Ebene besteht aus Gefühlen wie Ehrlichkeit und Freundlichkeit aber auch z. B. einer konservativen Einstellung der Teammitglieder, die deren Verhalten dann bestimmt.  Auf der tiefsten Ebene sitzen die Dinge, die von MitarbeiterInnen  als selbstverständlich angenommen werden. Sie sind ausschlaggebend für die Art und Weise, wie man auf die Umwelt reagiert und so tief im Denken verwurzelt, dass sie von Mitgliedern der Organisation nicht bewusst wahrgenommen werden.

In allen drei Ebenen sind die Haltung und das Agieren von Menschen von Bedeutung.

Die erste und zweite Ebene sind leicht zu leben. Schnell erkennt auch ein „Neuankömmling“ im Unternehmen die offiziellen Unternehmensspielregeln und Werte. Als bestehende Rahmenbedingungen werden diese anerkannt und bald einmal gelebt und eingehalten. Ein enger Zusammenschluss im Team und auf unterschiedlichen hierarchischen Ebenen ist die Konsequenz.

Erst Veränderungen in der dritten Ebene sind solche, die schwer und langsam zu verwirklichen sind.  Ein Eigentümerwechsel oder ein Merger mit einem anders agierenden Management  bewirken oft eine Erschütterung bis in die Grundfesten der Unternehmenskultur. Bisher nicht hinterfragte Verhaltensweisen der MitarbeiterInnen werden nun auf Effizienz und Sinnhaftigkeit geprüft. Es wird entschieden, ob sie zur „neuen Unternehmenskultur“ passen und ein dementsprechendes verändertes Verhalten und Handeln gefordert.

Die MitarbeiterInnen reagieren oft verstört und mit Unverständnis. Die Pflicht, das Verhalten und die eigene Haltung zu verändern, erzeugt Widerstand und Zweifel. Das bisher Gelebte wird als falsch und schlecht verstanden, die Motivation ist enden wollend.

Nun sind das HR- Management und alle Führungskräfte gefragt, ihren MitarbeiterInnen klar zu machen, dass das bisher Gelebte korrekt war, nur den jetzigen  Unternehmensanforderungen nicht mehr gerecht wird. Die Kunst, das vergangene Verhalten nicht zu verpönen und dennoch glaubhaft ein neues anderes Verhalten begründet und nachvollziehbar einzufordern, ist  gefragt. Informationen, Erklärungen und die Vorbildwirkung der Führungskräfte tragen zu einem Kulturwandel erheblich bei.

Dennoch gibt es Menschen, die sich auf Grund Ihrer eigenen eingeprägten Skriptsätze und Verhaltensmuster  in die neue Unternehmenswelt nicht einleben können oder wollen. Unabsichtlich aber doch tragen sie ihren inneren Widerstand nach außen und beeinflussen damit das eigene Umfeld. Ehemalige ausgezeichnete Performer werden zum Störfaktor im Unternehmen.

In diesem Fall kann eine Employee Assistance Program (EAP) behilflich sein. Es ist sinnvoll den oben erwähnten MitarbeiterInnen ein entsprechendes Coaching angedeihen zu lassen. Dies bietet eine Möglichkeit der Selbstreflexion mit einem außenstehenden Dritten. Ein seriöser EAP Anbieter, der in den Veränderungsprozess des Unternehmens eingebunden ist, die  Sorgen und Ängste  der MitarbeiterInnen kennt, kann alle zweifelnden MitarbeiterInnen individuell unterstützen. Der Blick auf die eigenen Ressourcen und die Frage, wie man neue Wege unbeschadet bestreiten kann, ist Gegenstand des Coachings. Die  Akzeptanz der neuen Rahmenbedingung wird damit erleichtert.  Die Folge ist, dass sich MitarbeiterInnen mit der neuen Situation anfreunden, ihren Führungskräften sagen, was sie brauchen, um hier bestmöglich zu performen und sich damit auf den Weg machen, den Wertewandel authentisch zu leben.

Mag. Beate Danczul20140811_consentiv_0148
Geschäftsführende Gesellschafterin consentiv employee assistance services gmbh Trainings und Seminare, Führungskräftecoaching, Einzelcoaching, Fall- und Team-Supervision, Persönlichkeitsentwicklung

 

Liebe Beate,

vielen Dank für diesen Beitrag!
Ich halte Employee Assistance Programme für einen wichtigen Bestandteil einer wertschätzenden Unternehmenskultur. Dadurch können Unternehmen wirklich beweisen, dass ihnen etwas an den Mitarbeitern liegt. Vor allem können dadurch Problemfälle wirklich proaktiv und nicht reaktiv behandelt werden.

Liebe Grüße,
Jürgen Pfeiler

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