Unternehmenskultur: Begeisterung führt zu Höchstleistungen

Ein Impuls von Adreas Fritsch

Nicht etwa Samthandschuh und Wellness-Beauftragter machen gesunde und zufriedene Mitarbeiter und führen zu geringeren Krankenständen und Fluktuation. Es ist die Hochleistungskultur, die uns zu zufriedenen und erfüllten Menschen in unserem Arbeitsumfeld macht.
Ich höre sie schon, die Schreie: schon wieder so ein Einpeitscher und Ausbeuter der unterdrückten Arbeitsseelen. Liebe Führungskräfte und Mitarbeiter: fragen Sie mal sich selbst und Ihr Umfeld, was wirklich zählt, was Freude und Spaß macht, was die eigene Entwicklung und das persönliche Wachstum fördert.

Flow Kurve

Wir alle wissen, dass wirkliche Begeisterung für eine Aufgabe nur dann entsteht, wenn sie uns fordert. Der Grad der Herausforderung ist dabei natürlich sehr individuell. Die Aufgabe einer guten Unternehmenskultur und damit guter Führung ist es, diese Graduierungen zu erkennen, gutes Feedback zu geben über das, was im täglichen Tun wahrgenommen wird und Mitarbeiter dadurch in einem FLOW-Kanal – wie ich ihn in der Grafik oben zeige – zu entwickeln.

Die Herausforderung dabei ist auch klar: ich selbst muss als Führungskraft mit gutem Beispiel vorangehen und den Mitarbeitern die gute Balance mit den eigenen Ressourcen vorleben. Gestresste, überarbeitete, überforderte Führungskräfte führen auch. Sie führen unmittelbar zu gestressten, überarbeiteten, überforderten Mitarbeitern.

Die klassische Definition von guter, wirksamer Führung (ich würde es hier eher als Leadership bezeichnen) ist also auch in Zeiten eines rasanten Wandels und einer extremen Beschleunigung des Arbeitslebens gültig. Wenn eine Führungskraft dabei unterstützt, dieses Tempo zu trainieren und mit dem Wandel adäquat und konstruktiv umgehen zu können, sind drei Kernaufgaben zu erledigen:

1. “Ein Ziel entwickeln, Sinn geben für das, was wir als Team erreichen (wollen)!”
2. “Den eigenen Job erledigen und glaubwürdiges Vorbild sein!”
3. “Die Menschen entwickeln, mit denen wir gemeinsame Ziele erreichen wollen!

Und das zahlt sich aus: in einer Studie der Uni St. Gallen mit über 700 Unternehmen in 55 Ländern hat Heike Bruch herausgefunden, was Unternehmen erfolgreich macht: gute Führung. Und ihr Befund: “In Hochleistungsorganisationen ist das Burnout-Risiko reduziert!” Ein Mangel an positiver Energie (in unserer Grafik der FLOW-Kanal) führe zu Trägheit, Zynismus und letztlich zu einem kollektiven Erschöpfungszustand, dem “organisationalen Burn-Out” (ich nenne ihn lieber Bore-Out).

Was Heike Bruch weiter festgestellt hat: gute Führung bedeutet in diesem Zusammenhang, die Potentiale der Einzelnen zu erkennen und jeden dazu zu ermuntern, seine spezifischen Talente zu nutzen. Das ist dann echte Führungs-ARBEIT. Wenn Führungskräfte dazu Talent besitzen, gute und talentorientierte Gespräche mit ihren Mitarbeitern zu führen, dann tun sie das in ihrem persönlichen FLOW und wachsen so mit ihren Teams zu Top-Performern heran.

Wie ich das als Führungskraft konkret anstellen kann, zeigt folgende kleine Animation von TMA. Denn leider ist es nicht immer ganz leicht, Talente von Menschen zu erkennen, um sie dann zu fördern (TMA – die Talent- und Motivationsanalyse – ist ein Werkzeug zur Analyse und Entwicklung von persönlichen Talenten und Kompetenzen bis hin zu 360-Grad-Feedbacks).

Andreas Fritsch

Grün­der und Geschäfts­führer der Fritsch Con­sult­ing GmbH, Executive-Coach, Leadership-Trainer, Vertriebs-Trainer, aktiver Unternehmer und Autor des Leadership-Blogs http://www.arbeitshelden.net.

Eck­daten:

  • viele Jahre Man­age­ment– und Führungs-Erfahrung (CEO eines inter­na­tionalen Finanzdienstleisters)
  • Trainer und Coach seit 1996
  • Berater und Verkäufer & Gründer und Unternehmer
  • Geboren (1967) im Allgäu und Vater von vier Kindern
  • Studium in Ravens­burg und Chicago
  • Lebt seit 2002 mit seiner Fam­i­lie in Wien

 

Lieber Andreas,

vielen Dank für den Beitrag, der mir wirklich aus der Seele spricht!
Führen bedeutet sich mit seinen MitarbeiterInnen zu beschäftigen, und die Talene zu (er-)kennen. Wenn sie ihre Skills dann entsprechend einsetzten können, kommt der Flow und damit auch die Motivation und die Begeisterung.

Es lässt sich nich leugnen, die Zeiten werden schneller und komplexer. Aber es hängt viel von der Leadership-Qualität und den Werthaltungen der Führungskraft ab ob diese Rahmenbedingungen im negativen Sinne auch spürbar werden.

Liebe Grüße,
Jürgen Pfeiler

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