Monat: Juli 2014

Mit Konsequenzmanagement zu höherer Authentizität

Täglich werden neue Begriffe kreiert und Managementideologien darum herum gebaut. So verhält es sich auch mit Konsequenzmanagement. Der Begriff kann auf unterschiedlichste Weisen verwendet werden. Daher eine kurze Erläuterung wie der Autor den Begriff hier verstanden haben möchte.

Überall dort wo sich ein Unternehmen bestimmte Regeln und Richtlinien auferlegt, ist auch Konsequenzmanagement gefragt. Es gibt kaum etwas Schlimmeres als wenn ein Regelwerk eingeführt wird und nur wenige bis keiner hält sich daran. Je nach Größe des Unternehmens und Anzahl der Hierarchiestufen gibt es da die unterschiedlichsten Ausprägungen. In manchen Betrieben gelten Richtlinien nur für die Mitarbeiter aber nicht für das Management, obwohl die Führungskräfte das sehr wohl notwendig hätten. Anderswo gibt es eine Art „elitäre Führungsriege“ – jene Manager die durch ihre Funktion einen Sonderstatus genießen und sowieso besser sind als alle anderen. Schließlich gibt es die altbekannte „Der Fisch fangt vom Kopf zum Stinken an“-Regel, die Eintritt wenn nur das Top-Management sich nicht an die Vorgaben hält.

Ganz egal um welche Situation es sich handelt, das Ergebnis ist immer dasselbe: Ärger, Demotivation und Frust. In Folge werden auch so wichtige Werte wie Loyalität und Vertrauen in Frage gestellt. Warum soll sich ein Mitarbeiter an die Regeln halten, wenn das andere nicht machen?

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Employer Branding hat nichts mit Hygiene-Faktoren zu tun!

Jeder der Wirtschaft oder Psychologie studiert, oder schon einige Management-Seminare besucht hat, hat wahrscheinlich schon einmal von der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg gehört. Ein Klassiker, zum Thema Arbeitsmotivation! Hier wird zwischen zwei Faktoren unterschieden. Den Hygienefaktoren (z.B. Vergütung, Entwicklungsmöglichkeiten), deren Vorhandensein eigentlich nur das aufkommen von Unzufriedenheit verhindert und den Motivatoren (z.B. Anerkennung, Verantwortung) die Zufriedenheit bringen.

Es überrascht immer wieder wie oft Unternehmen heutzutage Hygiene-Faktoren als „Employer Branding“ verkaufen. Nicht selten werden Themen wie Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Vergütungen und Sozialleistungen oder Work-Life-Balance auf die Fahnen geschrieben, mit dem Nachsatz, dass man Employer Branding betreibe. Das ist es aber nicht!

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